45. Internationales Musikfest
des Musikverein Stadtkapelle Markgröningen e.V.
   
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Seit über 40 Jahren findet das Internationale Musikfest statt, Grund genug einmal zurückzublicken und die vergangenen Jahre, sowie die allerersten Anfänge Revue passieren zu lassen.
Schon einige Jahre bevor das 1. Internationale Musikfest in Markgröningen stattfand, war es Tradition, dass der Musikverein ein Sommerfest veranstaltete, das seit 1962, damals noch zweitägig, im „Schäferlauf Festzelt“ stattfand. Auch die erste Kontaktaufnahme mit ausländischen Kapellen erfolgte bereits einige Jahre früher. So konnte die Stadtkapelle an ihrem Jubiläumswochenende 1960 anlässlich des 40. Jubiläums des Musikvereins eine Gastkapelle aus Pettneu/Tirol in Markgröningen begrüßen.
Als nächste ausländische Kapelle besuchte 1964 der Musikverein Almelo/Holland die Schäferlaufstadt und unterstützte das dreitägige Sommerfest des Musikvereins, weitere Gäste waren die Egerländer Musikanten mit Ernst Mosch. 1965 fand das Sommerfest erstmals am Wochenende vor dem Schäferlauf statt und dauerte vier Tage, der Ablauf des Festes ist seit dem im Großen und Ganzen der gleiche geblieben. Zu diesem Fest war die Tiroler Trachtenmusikkapelle Hopfgarten mit ihrem Solojodler und einer Schuhplattlergruppe der Einladung gefolgt. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Gustl Heerwagen und seine Dirndlkapelle aus Kehlheim am Montagabend. 1966 gestaltete die Stadt- und Eisenbahner Trachtenkapelle aus Wörgl den Tiroler Abend.
Das 1. Internationale Musikfest veranstaltete der Musikverein 1967. Als Gäste konnten eine Kapelle aus Kalmar/Schweden und die Schuhplattlergruppe aus Burgberg begrüsst werden, weiterhin wirkten der „Fanfarenzug des 3. Regiments Hussard“ der französischen Armee sowie die Band der 7. US-Army mit.
Zum 50-jährigen Jubiläum des Musikvereins im Jahr 1970 versammelten sich am 4. Internationalen Musikfest insgesamt acht Kapellen aus 6 Nationen!
Das 10. Internationale Musikfest wurde 1976 in der Presse als Beitrag zur Völkerverständigung beschrieben. Dies kann man nur bestätigen, wenn man sich die Bilanz der ersten zehn Internationalen Musikfeste ansieht: 5 verschiedene Militärkapellen und 20 Kapellen aus 12 Nationen haben die Feste gestaltet, einige von ihnen sind mehrmals in Markgröningen zu Gast gewesen.
Anlässlich des 14. Internationalen Musikfests 1980 nannte der damalige Bürgermeister Vogel die Internationalen Musikfeste des Musikvereins „einen festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Markgröningen, ja sogar besondere Höhepunkte. Sie sind ein attraktiver „Vorspann“ zum traditionellen Schäferlauf!“.
1986 fand anlässlich des 20. Internationalen Musikfestes die Uraufführung des Markgröninger Marsches statt, der von Stadtmusikdirektor Georg ter Voert sen. komponiert worden war. Heute ist der Markgröninger Marsch von Musikfest und Schäferlauf nicht mehr wegzudenken. Der Text kam erst 1988 hinzu: nach einem Schreibwettbewerb entschied man sich für den
heutigen Text, der von Wolfgang Milde und Ulrike Strubel verfasst worden
war. Das Platzkonzert dieses 20. Internationalen Musikfest stand unter besonderer Spannung: Kurz zuvor war eine Bombendrohung bei der Polizei eingegangen, dies führte dazu, dass der Marktplatz für eine Viertelstunde geräumt wurde.
1989 konnte erstmals die Stadtkapelle Hamamatsu begrüßt werden, diese Freundschaft wurde
1991 mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags besiegelt.
1993 wird dem Ehrenvorsitzenden Otto Ritz und Helmut Bauer anlässlich des 27. Internationalen Musikfestes das „Goldene Verdienstkreuz“ des Internationalen Musikbundes (CISM) verliehen.
In diesem Jahr findet das 44. Internationale Musikfest statt. Hierzu folgen Musiker aus Österreich und den Niederlanden der Einladung nach Markgröningen. Rückblickend gesehen waren 65 Kapellen aus 23 Nationen zu Gast. Das Blasorchester Hana, Unicov/Tschechien und das Städt. Blasorchester der Eisenbahn Varazdin/Kroatien waren insgesamt sechs- bzw. fünfmal in Markgröningen, drei Kapellen viermal (z.B. Rosà, Distroff), jeweils sechs wirkten drei- bzw. zweimal mit.
Die Vorbereitung und Durchführung der Feste nahm viel Zeit in Anspruch und musste vom Verein organisatorisch und finanziell bewältigt werden. Die Erfolge zeigten und zeigen, dass sich dies gelohnt hatte. Ein besonderer Dank gilt der Stadtverwaltung und den damaligen Verantwortlichen, die den Mut aufbrachten nach dem Motto „wer wagt gewinnt“ und diese Veranstaltung zu einer festen Institution machten. Federführend war hier der damalige Vorsitzende Otto Ritz, dem 1983 für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde
Die Internationalen Musikfeste sind nicht nur für die Musiker ein wichtiges Ereignis, auch für die Markgröninger Bevölkerung ist das jährliche Musikfest ein wichtiger Termin. Viele Musiker mussten jährlich in Privatquartieren untergebracht werden, dieses Problem wurde von den Mitgliedern, Markgröninger Bürgern und örtlichen Gastronomen gelöst und die Musiker wurden von den Markgröningern herzlich aufgenommen.

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